Schülermagazin Finanzen und Steuern 2019/2020

35 INDIREKTE STEUER (14, 17) Steuer, die der Steuerträger nicht direkt an den Staat zahlt – zum Beispiel die Umsatzsteuer: Diese wird vom Finanzamt beim Händler eingezogen. Tatsächlich aber belastet sie wirtschaftlich den Käufer. Das geschieht, indem der Händler vor dem Verkauf schon alle Preise um die Umsatzsteuer erhöht hat. Kauft man etwas, bezahlt man die Umsatzsteuer gleich mit. INFLATION (27) Man spricht von Inflation, wenn sich die Preise für die Mehrzahl aller Waren und Güter kontinuierlich erhöhen und dadurch die Kaufkraft des Geldes nachlässt. KONSOLIDIERUNG (8) erklärtes Ziel einer langfristig funktionierenden Haushaltspolitik eines Staates, zum Beispiel immer weniger neue Schulden bzw. keine neuen Schulden mehr zu machen. LOHN (VS. GEHALT) (4) Der Lohn ist eine nach Stunden berechnete Bezahlung für eine geleistete Arbeit; der Monatslohn richtet sich nach den geleisteten Arbeitsstunden und kann von Monat zu Monat unterschiedlich aus- fallen – das feste Gehalt eines Arbeitnehmers oder Beamten bleibt eher jeden Monat gleich. LOHNSTEUER (5) Steuer, die auf den Lohn erhoben und auch direkt von diesem abge- zogen wird; Erhebungsform der Einkommensteuer. NETTOPREIS (14) Preis für eine Ware ohne die Umsatzsteuer auf diese Ware. REPRÄSENTATIVE DEMOKRATIE (6) Staatsform, in der das Volk Vertreter (sogenannte Repräsentanten) wählt, welche als Abgeordnete politische Sachentscheidungen treffen; eine andere Form der Demokratie wäre die direkte Demokra- tie, in der politische Entscheidungen durch Volksabstimmungen getroffen werden. RESSORT (7) Arbeitsbereich mit fest umrissenen Aufgaben bzw. Zuständigen; in der Politik häufig die Bezeichnung für den jeweiligen Zuständigkeits- bereich eines Ministeriums. SCHULDENREGEL UND „SCHULDENBREMSE“ (8) Gesetze, die dazu geschaffen wurden, um die Verschuldung eines Staates auf Dauer einzuschränken. Im Falle Deutschlands besagen sie, dass die Verschuldung des Bundes nur noch eine Höhe von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweisen darf und sich die Bundesländer ab 2020 nicht mehr neu verschulden dürfen – um- gangssprachlich häufig auch als „Schuldenbremse“ bezeichnet. STABILITÄTSRAT (7) Gremium aus Bundes- und Landesministern, das die staatlichen Haushalte von Bund und Ländern überwacht. STEUERN (4) vom Staat erhobene Zahlungen für das Allgemeinwesen, die nicht an eine bestimmte Leistung gebunden, also nicht zweckgebunden sind. STEUERPOLITIK (20) sämtliche Maßnahmen zur (staatlichen) Regulierung der Steuern. STEUERQUOTE (6) prozentualer Anteil der von einem Staat eingenommenen Steuern am Bruttoinlandsprodukt. STEUERTRÄGER (14) derjenige, den eine Steuer direkt oder indirekt belastet. SOZIALE ABSICHERUNG (5) Schutz vor den Folgen von Ereignissen, die den eigenen sozialen Status oder den Status der Familie stark gefährden können; zum Beispiel Krankheit, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit. SOZIALPOLITIK (20) (staatliche) Maßnahmen, um die sozialen Verhältnisse innerhalb eines Staates zu verbessern; beinhaltet insbesondere die Förde- rung sozial benachteiligter Gruppen sowie wichtige Regelungen im Versicherungswesen. VERBRAUCHSTEUER (14,17) Steuer auf einzelne, zum Ge- oder Verbrauch bestimmte Waren (zum Beispiel Tabak, Alkohol); durch Verteuerung bestimmter Produkte kann der Staat das Kaufverhalten der Verbraucher beeinflussen. VERKEHRSTEUER (14) Steuer, die auf einen Vorgang im Rechts- oder Wirtschaftsverkehr erhoben wird. WIRTSCHAFTS- UND WÄHRUNGSUNION (WWU) (26, 28) wirtschaftliche Zusammenschlussvereinbarung der Länder in der Europäischen Union; Hauptziel ist die Stärkung des Binnenmarktes der EU mit einer gemeinsamen und stabilen Währung: dem Euro. ZINSEN (31) Abgaben, die auf geliehenes Geld erhoben werden; Zinsen berechnen sich meist nach einem bestimmten, vorher festgeleg- ten Prozentsatz auf die Gesamtmenge an Geld, die der Schuldner seinem Gläubiger schuldet. GLOSSAR

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